Saturday, July 22, 2006

Mein Apartement als Lebensretter

Vielleicht hat es der ein oder andere von euch schon erwartet: Hier bin ich wieder und drücke euch Geschichten aus meinem Leben aufs Auge. Am besten fang ich gleich mal am Donnerstag vor einer Woche an, viel zu berichten gibts davon zwar nicht, aber jedenfalls war ich wieder mit den Mädchen vom Vortag weg in einem 80er Jahre Club mit Livemusik, erwähnenswert ist vielleicht dass ich da beschlossen habe mit dem Rauchen aufzuhören und an dem Abend dann meine mutmaßlich letzte Kippe geraucht habe. (Leider nur mutmaßlich ... immerhin hab ichs geschafft 40 Stunden nicht zu rauchen und das Ganze etwas zu reduzieren). Genug Donnerstag, was kommt danach? Einige von euch mögen es erahnen: FREITAG. Diego berichtete mir dass Abends ein guter alter kolumbianischer Schulfreund namens Caluh von ihm der seit 7 Jahren in Boston lebt ein paar Tage mit seiner Frau bei mir im Apartement leben wird.

Gesehen habe ich ihn am Freitag aber nicht, da er typisch kolumbianisch verspätet war, allerdings später festgestellt dass er nicht wirklich kolumbianisch ausschaut mit ca. 1,95m und Dreads... Da auch andere kolumbianische Freunde nicht sehr ausgehfreudig waren blieben nur 2 Mädels aus meinem Spanischkurs (Jenny und Ann) und ich übrig, also sind wir in eine Disco namens Salto del Angel getingelt. Viel gibts an sich nicht zu berichten, aber Spaß hats gemacht. Wie ich dann gegen 4 nach Hause gekommen bin habe ich festgestellt, dass ich keine Schlüssel habe, weil ich die beim Wachmann für Caluh hinterlegt habe und er die anscheinend mitgenommen hat. Nun, Caluh angerufen der mir mit einer alkoholbedingten schwallenden Stimme berichtet hat dass er bei seinem Freund JuanCa in der Nähe meines Hauses ist. Nungut, in einer Rein-Raus Aktion hingetingelt, Schlüssel abgeholt und wieder nach Hause. Am nächsten morgen ist dann auch Caluh aufgetaucht und zum Frühstück wurde erst eimal der Schleengeist den ich mitgebracht habe probiert und wir haben uns noch etwas länger unterhalten. Abends wollten wir dann mit ein paar Freunden in eine Disse namens ChaCha gehen, geschafft haben wir das allerdings nicht, da Caluh vorher weggepennt ist und sich erst gegen 12 wieder aus dem Bett erhoben hat. Nunja, dann wurde eben mal wieder in unserem Apartement gefeiert.

Sonntag wurde sich dann ersteinmal von den vorherigen Tagen erholt um am Montag dann mit Caluh und Jenny nach dem Mittagessen erst der Bogota Beer Company einen Besuch abzustatten und danach JuanCa, wo noch mehr Leute auftauchten, hauptsächlich Freunde und Verwandte von Caluh, da er seit 7 Jahren nicht in Kolumbien war und deswegen auch kaum jemanden von ihnen gesehen hat. Dienstag war dann wieder Ruhepause. Mittwoch ebenfalls zwangsweise, da am Donnerstag zwar frei ist (Nationalfeiertag), allerdings da kein Alkohol ausgeschenkt werden darf hatte nichts offen. Am Donnerstag der gleiche Mist, allerdings kamen gegen 21:00 Uhr Pipe zusammen mit den Gringos zurück, so dass wir dann eben mal wieder im Apartement geblieben sind. Die Amis mussten dann allerdings am Freitag um 5:30 morgens schon wieder zum Flughafen auf die Heimreise. Abends sind wie in letzter Zeit irgendwie öfters wieder mehrere Stricke gerissen, so dass ein kleines Grüppchen bestehend aus Jenny, Pipe und mir eben durch einige Bars gezogen sind. Jetzt bin ich ersteinmal ein paar Tage alleine im Apartement da Pipe gestern Nacht noch mit dem Bus zurück nach B/manga gefahren ist. Und heute, ja heute wird wohl endlich wieder richtig gefeiert, da ich auf dem Geburtstag von JuanCa eingeladen bin...

So und zum Schluss noch ein paar nachgereichte Bilder vom vorletzten Freitag aus Linas Dads Bar, bzw. eher den Shots in der Bar und den Auswirkungen derer...

Thursday, July 13, 2006

Lang lebe die Krabbe

Endlich finde ich nach dem vielen Lernen mit Rumbapausen (oder eher andersherum) wieder einmal Zeit euch mehr aus Kolumbien zu berichten. Leider gabs an dem letzten Sonntag an dem ich geschrieben habe dann doch keine Rumba, ebensowenig wie Montag und Dienstag, da die Dissen dort geschlossen haben. Nunja, aber man weiss sich ja zu helfen, also immer ein paar Leute nach Hause eingeladen und Grass gespielt, gefeiert, etc. Allgemein wirklich 3 Tage lang fast nur Grass gespielt ;) Aber Mittwoch mussten wir dann doch wieder ausgehen, also mit Diego und den 3 Amis huckepack in die Bar Crab's getingelt (Dort ist Mittwochs Bluesrock Night). Leider, oder wie sich später herausstellte glücklicherweise waren wir etwas zu spät so dass es keine Sitzplätze mehr gab, also mussten wir mit der Bar vorlieb nehmen, an der diego gleich für jeden einen Pitcher Costena (Bier) bestellt hat. Leider ist das Gesöff ziemlich schrecklich und ich habs kaum runtergebracht. Wie dem auch sei, neben uns saß ein älterer Herr der meinte er warte auf seine Nichten. Nun, dann kamen auch nach einiger Zeit ein paar nätte Mädels, jedoch haben die den Kerl noch nie gesehen gehabt, er wollte uns jedoch weiß machen sie wären seine Nichten. So kommt man wenigstens leicht ins Gespräch, und wer am Ende wen abgeschleppt hat ist mir nicht mehr so ganz klar. Jedenfalls sind wir dann bei einer von ihnen zuhause gelandet, haben uns etwas Aguardiente bestellt und sind dann weiter noch für 40 Minuten in eine Disco gegangen bis diese letztendlich geschlossen hat. Also was nun, na klar, wie gewohnt aus den letzten Tagen die Mädchen(Juliana, Ana-Maria, Paula) zu uns nach Hause geschleppt. Erstaunlicherweise war ich am nächsten morgen zum Unterricht topfit. Unter der Vorraussetzung kann man natürlich auch gleich Abends wieder feiern, also sind wir mit den Mädels vom letzten Abend (und noch ein paar mehr ihrer Freundinnen) und ein paar unserer Freunde in einen Klub namens abajo gegangen um bis in die Nacht zu tanzen. Am Freitag dann hatte ich meine erste Spanischprüfung im Unterricht, welche recht gut gelaufen ist. Freitag Abend hat mich dann die Müdigkeit allerdings doch gepackt als wir in der Bar vom Dad einer Freundin waren und bin von dort etwas früher nach Hause gegangen. Samstag musste man ja natürlich fit sein für das Fussballspiel (und danach selber etwas fussball spielen) und noch wichtiger für Diegos Abschiedsparty am Abend in Andres carne de res, der Disko hier schlechthin. Dort sind wir dann mit 2 Bussen und gut 40 Leuten hingefahren (ist etwa 40 Minuten ausserhalb). Ich hab noch Christian, Juliana und Ana-Maria mit angeschleppt. Nun, wie ihr euch sicher schon denkt haben wir da erstmal bis in die frühen Nachtstunden getanzt. Und meine kolumbianischen Freunde haben noch etwas mehr auf den Putz gehauen :) Ich erspare mir mal die Details ;) Auf dem Nachhauseweg dann kam irgendwer auf die Schnapsidee dass die Busse uns nicht nach Hause fahren, sondern zu seinem Apartement und wir dort weiterfeiern. Gesagt, getan. Dummerweise mussten wir größtenteils auf die Terasse, und hier ist es Nachts wirklich kalt, nicht so wie bei euch momenta, leider. Gegen 5, halberfroren und müde haben David, Adam und ich dann ein Taxi nach Hause genommen um uns schlafen zu legen. Zuhause angekommen natürlich bettfertig gemacht, aber Pustekuchen: schlafen? falsch gedacht. 10 Minuten später kommen noch mehr Leute in unserem Apartement an, die scheinen sich wohl schon daran gewöhnt zu haben. Nun, ich habs nicht mehr lange gepackt und bin dan vor den anderen schlafen gegangen. Am nächsten Morgen, oder sagen wir eher Mittag nach dem aufstehen Kontrollgang durch Haus gemacht, und irgendwie hat Zack gefehlt. Nun, in einem Raum war ich nicht - in Diegos. Also, mal schnell reinschauen ob er da schläft. War auch fast der Fall, jedoch hat er nicht geschlafen sondern lag dort mit einem Mädchen von der Party ... und zum Frühstück ist er mit einem sehr breiten Grinsen erschienen ... Nach dem Endspiel dann mussten die Amis und Pipe nach Bucaramanga fahren, bzw wollten da sie noch eine kleine Rundreise durch einige kolumbianische Städte machen. Ossian ist am Samstag morgen schon mit Cata für einen Monat Urlaub in die DomRep geflogen und Diego am Dienstag morgen nach B/manga gezogen, also lebe ich hier momentan ganz alleine. auf eine gewisse Art und Weise auch erholsam. Sonntag bis Dienstag Abend habe ich dann auch mal nichts gemacht. Gestern bin ich dann mit Juliana, Ana-Maria und Natalie (einer ihrer Freundinnen) in der Hacienda santa Barbara essen gegangen. (Wer nicht weiss wo und was diese ist nehme einen handelsüblichen Stadtplan von Bogota und schaue selber nach). Wie sich während dem Kaffetrinken herausstellte hatte das Auto mit dem sie angereist sind Mittwochs pico y placa - Ich glaube ich habe euch das noch nicht erklärt, also: Jedes Auto hier in Bogota darf an 2 Tagen abhängig von der letzten Ziffer des Autokennzeichens morgens zwischen 6 und 9 und Abends zwischen 16 und 19 Uhr nicht fahren um den Verkehr zu entzerren. Nun, also hingen wir dort noch etwa dreieinhalb Stunden fest. Mich hats weniger gestört mit 3 netten Mädchen wo festzuhängen :) Um 7 dann nach Hause zu fahren lohnt sich ja nun aber auch nicht, also sind wir wieder an den Ort gefahren wo wir uns vor einer Woche kennengelernt haben: Crab's. Nach ein paar Bier, wieder an der Bar weil wir wieder zu spät waren, gings dann etwas früher, so gegen 23 Uhr nach Hause und nach einer guten Mütze Schlaf, dem morgendlichen Spanischunterrricht und einem fleischigen Mittagessen sitze ich nun hier und schreibe euch diese Geschichten aus meinem Leben verpackt in wundervoll lyrischen Zeilen. Fotos gibt es diesmal leider wieder keine, da David jeden Abend seine Kamera dabei hatte und Fotos gemacht hat. Die kann ich euch dann hoffentlich in einer Fotogschichte oder - galerie in ein paar Wochen nachreichen.
Da ich ja länger nichts mehr geschrieben habe ist der Text diesmal etwas länger und ich habe keine Lust ihn korrekturzulesen. Wer also Rechtschreib- oder Grammtikfehler findet darf diese großzügigerweise behalten. Machts gut, bis zum nächsten Mal ...

Sunday, July 02, 2006

Endlich wieder Rumba!

Nachdem letztes Wochenende nicht viel ging und ich vorletztes nicht konnte war dieses endlich mal wieder Rumba angesagt. Seit Mittwoch wohnen hier im Apartement noch 3 amerikanische Freunde von Felipe und ein Freund aus Medellin, so dass wir hier momentan zu 7. im Apartement sind auf jeden Fall ist da immer was los ;). Samstag Abend gings jedenfalls erstmal zu Maria-Camilla zum Fondue Essen, und wie sich herausstellte ersteinmal großzügig zum Nargila (Shisha) Rauchen. Gegen 11 gings dann los zur Rumba, wie sich rausstellte wurde das Ganze wieder typisch kolumbianisch: Die erste Disse wo wir hinwollten hatte geschlossen und die 2. ließ keine Leute mehr rein weil sie zu voll war. Nachdem dann immer wieder einige Leute von unserem 15 Mann Trupp in eine Bar namens Cea getingelt sind um sich dort die berüchtigten Killer zu holen haben wir beschlossen uns dort ersteinmal niederzulassen, dannn aber doch noch eine Disse gefunden wo noch Platz war. Zwischen Reggea, D'nB und Rock gabs auch wieder ein paar klägliche Salsaversuche meinerseits zu bewundern. Da Discos bekanntlich auch irgendwann leider schliessen und der Abend noch nicht enden wollte sind wir danach noch in ein anderes Apartement gefahren um weiterzufeiern. Genauer gesagt ich bin gefahren, da ich sowieso nichts trinken durfte weil ich Antibiotika nehmen muss. Tut richtig gut wieder einmal Autozufahren und macht auch Spaß in einem Land mit einer ganz anderen Fahrmoral. Nur der Part wo wir eine Stunde unser Auto gesucht haben, weil wir nicht mehr wussten in welcher Strasse genau wir das auf einem Parkplatz abgestellt haben war nicht wirklich prickelnd. Nun, jedenfalls sind wir dann doch irgendwann im Apartement angekommen und erst das Morgenlicht hat uns von dort wieder vertrieben. Einer der Amis scheint das alles allerdings nicht so gut verkraftet zu haben.

Gestern wurden dann natürlich die Fussballspiele angeschaut, wobei ich beim England-Portugal Spiel die ersten 70 Minuten verschlafen habe ;) Abends gings etwas ruhiger zur Sache, erstmal eine zünftige Runde Texas Hold'em, wobei es etwas schwer war Einsätze zu finden: Reiskörner waren zu klein, die Nudeln wollten wir noch essen, also haben wir auf Weinkorken und Heftklammern geeinigt. Danach hab ich den Leuten dann Grass beigebracht und wir haben fast den gesamten restlichen Abend bis Nachts mit Grass spielen verbracht. So, und heute ist auf jeden Fall wieder eine Rumba geplant, mal sehen ie chaotisch kolumbianisch diese abläuft, ihr werdets auf jeden Fall erfahren...